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Restauration Betrieb Bart Holland - Dokumentarfilm

1980

Diese Dokumentarfilm aus 1980 erklärt das Step by Step System von dem Autorestaurationsbetrieb Bart Holland. Das System wird noch täglich benutzt in dem Restaurierungsunternehmen von Bart Holland.

Artikel

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Schritt für Schritt zum Meisterwerk

2020

Bart Holland liebt alte Meisterwerke. Er restauriert sie mit Expertise und Hingabe. Und das nun schon seit 45 Jahren. Nicht nur deshalb ist sein Unternehmen im niederländischen Boskoop quasi selbst ein Klassiker. Sondern auch dank des von ihm entwickelten klassischen »Step by Step« Systems. Es macht jeden Restaurierungsschritt transparent.

Text Egbert Schwartz // Fotos Bart Jan Holland

Wenn Bart Holland von »alten Meisterwerken« spricht, so meint er damit natürlich: Alte Autos. Was sonst? »Die sind meine Leidenschaft. Ich pflege eine lebenslange Liebesbeziehung zu diesen Relikten vergangener Tage«, schwärmt er. Das glaubt man dem Niederländer aufs Wort. Ist er doch eine Institution in der Branche: Anno 1976 hat Bart sein Unternehmen gegründet, in dem seither »Hunderte von Oldtimern restauriert« wurden. Das Album umfasst ein Markenportfolio von Alfa Romeo bis Volga, das Generationen-Spektrum die Baujahre 1898 bis 1995. Und es listet auch Spezialitäten wie ein Fahrschul-Anschauungsmodell von Hölm oder einen Zelmhelse Platten-Wohnwagen von 1955.

Die Initialzündung lieferte Barts erster eigener Klassiker, ein Morris »Bullnose« – so genannt wegen seinem fast halbrunden Wasserkühler an der Front. Bart Holland, zuvor als Musiker mit einer Band rund um den Globus unterwegs, gründete eine Werkstatt, restaurierte den britischen Veteranen und entwickelte dabei seine Methode, aus den einzelnen Komponenten schrittweise »ein Meisterwerk automobiler Kreation zu schaffen: Akribisch hauche ich alten Teilen neues Leben ein und setze sie zu einem künstlerischen Ganzen zusammen.«

Den fachlichen Background dazu stellte sich Bart Holland in Gestalt einer umfassenden Sammlung an historischer und technischer Literatur zusammen, die heute als Bibliothek einen zentralen Raum seines Restaurierungsunternehmens einnimmt: »Sie ist das Herz unseres Betriebes«, erläutert er. Ein fundiertes Archiv mit über 5000 Büchern, in denen er zuverlässiger fündig werde als in jeder virtuellen Suchmaschine.

Auf eine Online-Präsenz mag Bart Holland dennoch nicht verzichten: Denn hier kann er den potenziellen Kunden plakativ die von ihm entwickelte Methode der »Step by Step«-Restaurierung veranschaulichen. Das in 15 Abschnitte unterteilte System macht – im wahrsten Wortsinn – jeden Schritt eines Wiederaufbaus transparent: Den technischen wie finanziellen. Mit wöchentlichen Updates hält Bart Holland seine Kunden über den Fortschritt der Restaurierung und die Einhaltung des kalkulierten Budgets auf dem Laufenden. Bart beschreibt sein System auch gerne und anschaulich als »Restaurierung à la carte«: »Unser Entrée dabei ist eine gründliche Analyse aller sinnvollen und notwendigen Maßnahmen und ihrer Kosten. Dann besprechen wir mit dem Kunden ein individuelles Angebot – und er kann entscheiden, welche Schritte wann ausgeführt werden sollen.« Angefangen bei den Arbeiten an der Karosserie über jene am Fahrgestell, am Motor und am Getriebe, an Chrom oder Holz und Furnier, an den Polstern, dem Verdeck oder der Elektrik bis hin zur Endmontage – zwischen allen Schritten kann der Besitzer immer wieder pausieren und mit seinem Oldtimer fahren. »Wie bei einem guten und langen Menü, da darf man ja auch mal eine Pause einlegen«, referiert der Maestro. Und vergleichbar mit einer Speisekarte hat Maître Bart Holland jeweils Fixpreise für jeden Arbeitsgang angegeben. Einzig für Ersatzteile, die er sich über ein Netzwerk von Zulieferern auf dem freien Markt beschafft, kann er keine festen Preise nennen. Gleiches gilt für die Endmontage. »Das geht nur in liebevoller Handarbeit – die hohe Kunst der Vollendung eines Meisterwerks«.

Kontaktdaten

Restaurierungsunternehmen Bart Holland

Plankier 22 NL-2771 XL Boskoop

Telefon +31/1 72/21 13 44

www.bartholland.com

Quelle: Octane Ausgabe 47 – Juli 2020 – Seite 98 – MARKT / Firmenporträt

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